Der WissenschaftsPark im Wandel der Zeit

Vom Appellplatz zum Wissensstandort für Unternehmen

Noch vor wenigen Jahren war das Gelände des heutigen WissenschaftsParks ein Sperrbezirk. In der Scharnhorstkaserne waren über 60 Jahre britische Soldaten stationiert. Viele kennen noch das abgesicherte Militärgelände mit den markanten grünen Sichtschutzzäunen. Es war ein Ort, der Osnabrückern kaum bekannt war: die Belfast Barracks (Scharnhorstkaserne). Dies sollte sich 2008 mit dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück ändern. Der Blick über den Appellplatz der Scharnhorstkaserne in Richtung Westen (heute: Para­celsus Klinikum). ca. 1939 (Foto: Stadt Osnabrück)

Stadt Osnabrück erwirbt Konversionsflächen

Bis zur Entwicklung des Wissen¬schaftsParks, gab es nun noch eini¬ge Hürden zu überwinden. Die 14,2 Hektar große Fläche wurde zunächst von den Briten an die Bundesrepublik Deutschland übergeben. Von nun an verwaltete die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) das Gelände. Im Sommer 2010 erwarb die städtische Tochter, Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksgesellschaft (OBG), die Fläche an der Sedanstraße.

Der Blick über den Appellplatz kurz nach dem Abzug der Briten im Jahr 2009. Links sind die Unterkünfte aus dem ersten Bild wieder zu finden. Foto: Stadt Osnabrück)

Entwicklung des Wohn- und WissenschaftsParks

Der nächste Meilenstein war geschafft und am 5. Juli 2013 trat der Bebauungsplan Nr. 571 in Kraft und legte den Grundstein für die weitere Entwicklung. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) entwickelte die Stadt Osnabrück zunächst den östlichen Teil, den WissenschaftsPark Osnabrück. Wie man beim heutigen Besuch sehen kann, hat auch der Wohnpark in diesem Jahr konkrete Formen angenommen. Die ersten Osnabrücker haben erst kürzlich ihre neuen Wohnungen bezogen.

Der WissenschaftsPark im Umbruch. Blick aus der Luft über den östlichen Teil des Geländes. Die Funktionshallen (links im Bild) sind die einzigen Gebäude, die heute noch stehen. Im Hintergrund ist das Paracelsus Klinikum zu sehen. Foto: Skyview

Neuer Platz für wissensbasierte Unternehmen

Der WissenschaftsPark bietet besonders wissensbasierten Unternehmen mit Kontakten zur angrenzenden Hochschule optimale Möglichkeiten. Um junge Unternehmen bei der Gründung zu unterstützen, schafften Stadt und Landkreis Osnabrück 2013 das ICO InnovationsCentrum Osnabrück. Das ICO bietet Gründern ausgezeichnete Bedingungen für die Entwicklung ihrer Ideen und den Aufbau des Geschäfts. Rund um das ICO haben sich in den vergangenen Jahren weitere Unternehmen wie das Planungsbüro pbr und ECOVIS Schütter & Partner angesiedelt.

Die Anfänge des WissenschaftsParks Osnabrück: 2013 entstehen kurz nacheinander im Süd-Osten des Areals der Neubau der pbr Planungsbüro AG (links oben) und des ICO InnovationsCentrums Osnabrück (rechts). Foto: Skyview

Der WissenschaftsPark füllt sich - Was zieht die Unternehmen an?

Das InnovationsCentrum Osnabrück bietet Räume für rund 30 Startups an. Viele von Ihnen sind in den Bereichen IT, Robotik oder als Ingenieurbüros tätig. Im Fokus der jungen Unternehmen stehen dabei Themen wie die technologische Entwicklung von neuen Produkten, die Zusammenarbeit mit der Hochschule und Universität, sowie die Organisation und Finanzierung von Wachstumsprozessen. Als zusätzliches Angebot bietet das ICO Räumlichkeiten im Coworking an. Es richtet sich insbesondere an Freelancer, Kreative und Startups in der Gründungsphase und fördert den Austausch zwischen Gründern.

Der neue Standort von ECOVIS Schütter & Partner liegt in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Osnabrück, mit deren Arbeit sich das Beratungsunternehmen langfristig enger verzahnen will. Als erstes Kooperationsprojekt mit der Hochschule wurde die gemeinsame Errichtung des Kompetenzzentrums Mittelstand am zukünftigen Firmensitz vereinbart und umgesetzt. Mitinvestor und Wirtschaftsprüfer Holger Schütter:
„Uns reizte am Standort WissenschaftsPark über die Nähe zu Wissenschaftseinrichtungen hinaus, das inspirierende Umfeld innovativer Start-ups und anderer wissensorientierter Unternehmen“.
Mitinvestor und Wirtschaftsprüfer Stephan Jäkel ergänzt:
„Der bisherige Sitz von ECOVIS Schütter & Partner lag weniger zentral in einem Wohngebiet, der Unterschied zum prosperierenden Standort WissenschaftsPark könnte kaum größer sein.“
Die Kooperation zwischen ECOVIS Schütter & Partner und der Hochschule Osnabrück hat das Ziel, nicht nur branchenbezogene Trendthemen kritisch zu reflektieren, sondern diese mit praxisrelevanten Forschungsprojekten zu untersetzen. Im Rahmen einer forschungsbasierten Lehre sollen die zusammen erzielten Erkenntnisfortschritte den Studierenden unmittelbar zu Gute kommen. Diesen bieten sich nunmehr hervorragende Möglichkeiten, ihre Bachelor- und Masterarbeiten bis hin zur Promotion im engen Dialog mit der Praxis anfertigen zu können. Die Mandanten von ECOVIS profitieren ebenfalls. Durch die Kooperation mit der Hochschule können unternehmensbezogene Forschungsprojekte durchgeführt werden. Das Kompetenzzentrum Mittelstand bietet daher auch allen Unternehmen in der Region die Möglichkeit, an Forschungsprojekten teilzuhaben.

Der neuste Zuwachs im WissenschaftsPark: ECOVIS Schütter & Partner eröffnete seinen Neubau 2016. Er liegt direkt neben dem Wohnpark. Im Hintergrund lässt sich ein Teil der Funktionshallen aus der Kasernenzeit erkennen. Foto: WFO

Bald neu im WissenschaftsPark Osnabrück: Labor Lehmacher I Schneider GmbH & Co. KG

Auch das Labor Lehmacher und Schneider weiß den Standort zu schätzen und wird bald einen Neubau im Herzen des WissenschaftsParks errichten. Oliver Schneider kennt die Vorzüge des Standortes für das Unternehmen:
„Wir benötigen für die Zukunft mehr Platz. Da wir häufig Prüfungen bei den Hochschulen durchführen lassen und diese bei uns, ist der neue Standort ideal.“
Das Prüflabor, das im Bereich Sportstättenbau tätig ist, erhofft sieht einige Vorteile wie Oliver Schneider weiter erklärt:
„Durch die Nähe zu den Hochschulen können wir unsere Arbeitsabläufe optimieren. Die Erweiterung macht es uns zudem möglich, zu expandieren und in Zukunft mehr Dienstleistungen und Prüfungen anzubieten. Es ist außerdem eine gute Adresse mit einer guten Verkehrsanbindung.“
Es dauert nicht mehr lange, bis der WissenschaftsPark Osnabrück vollständig gefüllt ist. Vom einstigen Militärareal wird dann nur noch wenig zu spüren sein.

Auf www.360.wissenschaftspark-osnabrueck.de erhalten Sie jederzeit einen aktuellen Überblick über das Gelände und die verfügbaren Grundstücke.

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Ansprechpartner WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück GmbH Ralf Kreye Herr Ralf Kreye
Tel.: 0541 / 33140 17
kreye@wfo.de
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